7 Anzeichen, dass Ihre Website 2021 eine Modernisierung braucht

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Internettrends kommen und gehen. Websites sollten nicht jeden Trend mitmachen und Ihr Unternehmen möglichst lange begleiten können. Doch irgendwann kommt der Punkt, an dem es einfach zu deutlich wird: Ihre Website braucht eine Erneuerung. Wenn Ihre Unternehmensseite 2007 schreit, Buttons aussehen, als hätten Sie sie direkt von Windows XP übernommen und das digitale Feedback Ihrer Kunden lautet, dass Ihr Internetauftritt sie ganz nostalgisch macht, spätestens dann sollten Sie sich einen Plan überlegen.

Deutliche Anzeichen sind in der Regel eine sinkende Umsatzrate oder zunehmende Kundenbeschwerden. Denn veralterte Websites sind nicht nur eine Frage der Ästhetik, die Benutzung und Bedienbarkeit wird ebenfalls alt. Besucher, die sich schnell an neue Normen gewöhnen, stoßen sich an Ihrer Website. Und auch technisch ist Ihre Website nach einer gewissen Zeit nicht mehr auf dem aktuellen Stand. Technische Probleme, inkompatible Features und Plugins, die nicht aktualisiert werden können, sind ein weiteres Anzeichen dafür, dass Ihre Website reif für eine Re-Design ist.

Doch wann braucht man eine neue Webseite? Im Netz wird häufig von einem Haltbarkeitsdatum gesprochen. Unternehmen, die auf Aktualität setzen, lassen ihre Website alle 2,5 Jahre rundum erneuern. Natürlich sorgen Wartung und Aktualisierung der Inhalte in der Zwischenzeit dafür, dass die Website regelmäßig kleinere Tuningeinheiten erfährt. Nach 4 Jahren sollte es aber spätestens eine neue Website geben, da die technischen Mängel sonst zu präsent werden.

All das ist noch etwas vage. Wir haben 7 Punkte gesammelt, mit denen Sie selbst feststellen, ob Ihre Webseite eine Erneuerung braucht.

Checkliste für die Modernisierung Ihrer Website

1. Kunden beschweren sich

Der offensichtlichste Fall ist der, dass Kunden sich aktiv bei Ihnen beschweren. Aus diesem Feedback können Sie eine Menge lernen und Fehler frühzeitig vermeiden.

Ihre Website ist ein digitales Marketinginstrument und die wichtigste Plattform für die Kommunikation mit Kunden. Wenn Ihre Webseite einen offenen Dialog und guten Kundenservice bietet, können Kunden Ihnen melden, wenn Sie mit der User Experience unzufrieden sind.

Lassen Sie Google Reviews nicht die einzige Feedback-Funktion Ihrer Kunden sein. Dies sollte der letzte Schritt nach einer (fehlgeschlagenen) Lösung Ihres Kundenservices sein. Sind schlechte Bewertungen dennoch einmal da, ist das natürlich ärgerlich – aber es gilt: Viel wichtiger ist Ihre Reaktion darauf. Nehmen Sie sich Kritik zu Ihrem Onlineauftritt also ruhig zu Herzen und setzen Sie Kundenzufriedenheit an die erste Stelle.

2. Umsätze sinken „unerklärlich“

Damit es gar nicht erst zu schlechten Kundenbewertungen kommt können Sie einige Parameter zur Hilfe nehmen, um Ihrem Shop oder Ihrer Website eine überschrittene Haltbarkeit zu attestieren.

Ihre Website verfolgt ein bestimmtes Ziel: Kunden sollen einen Newsletter abonnieren, Kontakt aufnehmen oder kaufen. Wenn das nicht geschieht, haben Sie ein Problem. Dafür kann es viele Gründe geben. Wenn Ihre Website jedoch weiterhin gut besucht wird und nur die Umsatzrate sinkt, ist die Wahrscheinlichkeit hoch, dass es an Ihrem Webdesign liegt.

Besucher müssen Vertrauen zu Ihnen und Ihrem Produkt aufbauen. Online wird das durch gezielte Mittel erzeugt. Wenn Sie Ihnen nicht vertrauen, weil Ihr Unternehmen nicht auf dem neuesten Stand scheint, geben sie Ihnen ungern ihre Daten. Vielleicht ist es Zeit für ein zielgruppengerechtes Neudesign.

3. Ihre Bounce-Rates sind hoch

Ein weiterer Indikator für eine unfunktionale Website ist die Bounce Rate. Sie kennen das bestimmt: Sie klicken auf einen Link und was Sie sehen ist nicht das, was Sie erwartet hatten. Also verlassen Sie die Seite sofort. Besucher, die sich in Ihrer Website nicht von der Landing Page wegbewegen und keine weitere Seite besuchen, gehen in Ihre Bounce Rate ein. Bei einigen Landing Pages und Blogs ist das kein Problem – für Onlineshops sind hohe Bounce Rates jedoch an Anzeichen dafür, dass etwas nicht stimmt.

Wenn sich Besucher nicht gut auf Ihrer Seite orientieren können, wenn Sie sie nicht abholen, Sie für Dinge ranken, die Sie nicht anbieten oder wenn Besuchern Ihre Website unseriös oder unmodern erscheint, verlassen sie sie sehr schnell. Das ist fatal, wenn Sie mit Ihrer Website verkaufen möchten. Ein neuer logischer Aufbau und die Hierarchisierung Ihrer Website sowie ein neuer Anstrich können Abhilfe verschaffen.

Was ist eine hohe Bouncing Rate? Aus unterschiedlichen Gründen kann es immer passieren, dass Besucher Ihre Seite schnell verlassen. Das ist oft gar nicht Ihre Schuld. Manchmal kommen sie nur, um einen Artikel zu lesen, und verlassen Ihre Seite danach – auch das geht in Ihre Rate ein. 50 % Bounce Rate gelten als normal. Informationsseiten liegen oft darüber. Für E-Commerce-Seiten ist alles darüber jedoch verdächtig und schreit nach einem Neudesign.

4. Ihre Seite ist nicht mobile-friendly

Mobile-Friendliness ist heute keine zusätzliche Option mehr. Ihre Website muss auf allen Geräten bedienbar sein, wenn Sie nicht die Hälfte aller Kunden vergraulen möchten. Es wird geschätzt, dass die Hälfte aller Besucher Sie auf mobilen Geräten, wie Smartphones, besucht. Damit denen Ihre Website angezeigt wird, muss auch Google wissen, dass Sie über ein Smartphone-freundliches Design verfügen. Ihre Website sollte also darauf ausgelegt sein und die speziellen Bedingungen von Smartphones in das Design mit einfließen lassen.

Neben mobile-friendly hören Sie den Begriff responsive häufig im Zusammenhang mit mobilen Endgeräten. Während Mobiltelefon-freundliche Websites auch auf dem Handy problemlos funktionieren, haben responsive Websites ein spezielles Design extra für mobile Endgeräte. Ihre Website ist dann noch leichter auf dem Smartphone zu bedienen. Mit dem Begriff mobile first wird dieses Smartphone-Design sogar ins Zentrum gerückt. Dabei passt sich also die Bildschirm-Version an die Smartphone-Version an, nicht umgekehrt.

Welchen Fokus Ihr Webdesigner legt, hängt im Grunde von Ihrer Branche und Ihrem Produkt ab. Auch zentrale Werbeplattformen spielen eine Rolle. Ob Ihre Website auf dem Smartphone etwas taugt, lässt sich mit hilfreichen Seiten wie Googles Mobile Friendly Test herausfinden. Wer hier mittelmäßig abschneidet, sollte sich schnell um die Responsiveness kümmern.

5. Sie haben eine laaaaaangsame Website

Nichts ist nerviger als langsame Webseiten. Rund die Hälfte Ihrer Besucher erwartet eine Ladezeit von 2 Sekunden oder weniger. Auch der Rest bringt nicht viel mehr Geduld mit. Sie riskieren mit einer langen Ladezeit, dass potenzielle Kunden nicht an Ihr Ziel kommen, weil sie die Geduld verlieren.

Wenn Ihre Ladezeit bei 5 Sekunden liegt, erhöht sich die Absprungrate bereits um 90%, im Vergleich zu einer Ladezeit von 1 Sekunde. Durch einfache Handgriffe lässt sich die Ladezeit verringern und Ihre Website optimieren. Kein Grund also, so viele Absprünge zu riskieren.

6. Technische Probleme häufen sich

Spätestens jetzt wird es höchste Zeit für eine neue Homepage. Manchmal benötigt die Website einfach ein paar Updates, die Teil der Wartung Ihrer Website sein sollten. Irgendwann ist es aber auch damit nicht mehr getan und Ihre Website hat eine Überholung nötig.

Die gängigen technischen Probleme sind Webseiten, die nicht laden, Formulare, die nicht richtig funktionieren, oder ein 404 Error. Manche Websites benutzen veralterte Technologien wie Flash oder Java Applets, die nicht mehr kompatibel und nicht mehr in Benutzung sind. Oder Ihre Website weist Malware und Hacking auf – auch das wird nicht immer auf den ersten Blick sichtbar, kann Sie jedoch in große Schwierigkeiten bringen.

Eine weitere Problemquelle können Plugins bilden. Viele Webdesigner benutzen frei zugängliche Plugins und Integrationen für einige Funktionen Ihrer Website, die fehlerhaft entwickelt wurden oder nach einiger Zeit nicht mehr funktionieren bzw. nicht mehr unterstützt werden. Simple Funktionen sollte Ihr Webdesigner selbst programmieren und ansonsten auf solide Plugins zurückgreifen. Auch hier kann eine Website-Erneuerung effektivere Lösungen für Ihre Funktionen liefern.

7. Ihre Website lässt sich schlecht bedienen

Ihre Website sollte in erster Linie Ihr eigenes Instrument werden und von Ihnen bedient werden können. Sie sollten zumindest die Möglichkeit haben, Inhalte selbst zu bearbeiten. Ob Sie das nutzen, ist eine andere Frage. Ein benutzerfreundliches CMS (Content Management System) ist jedoch für Ihr Tagesgeschäft mehr als hilfreich, um flexibel reagieren zu können.

Die schnelle Bedienbarkeit ist die eine Sache. Im Zweifel kann hier jemand anderes für Sie einspringen. Aber manche Websites sind so konstruiert, dass Texte direkt im HTML Code eingeschrieben sind. Diese statischen Websites müssen von einem Programmierer bearbeitet werden, wenn sich an einem Produkt oder Ihren Öffnungszeiten kurzfristig etwas ändert.

Mit modernen CMS wie WordPress, Joomla, Typo3 oder Contao lassen sich Inhalte und Bilder flexibel und schnell bearbeiten. Verfügt Ihre Website über keine Update-Funktion für Inhalte, wird es Zeit für eine neue Version.

Ausblick

Sie haben mindestens zwei dieser Punkte an Ihrer Website festgestellt? Dann wird es Zeit, über ein neues Design nachzudenken. Und mit Design meinen wir nicht nur neue Farben, Bilder und Texte.

Gutes Webdesign denkt Ihre Seite neu und strukturiert sie marketingorientiert. Funktion, Zielgruppe und Aufbau stehen an erster Stelle; erst wenn das Konzept steht, wird das Screen Design entsprechend gestaltet.

Einige Analyseschritte können Sie einfach selbst erledigen. Mit diesem 3 Schritten starten Sie erfolgreich in Ihre Website-Erneuerung.

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